Riquet'sche Schokoladenfabrik - KONSÜ - Quartier Riquet
15. November 1745
Gründung der Fa. Riquet durch Jean George Riquet (1713 – 1791) in der Kath arinenstraße in Leipzig (später Umzug in die Klostergasse 15) als Colonialwarenhandlung im weitesten Sinn, Hauptverkaufsartikel war Tee bedingt durch enormen Bedarf an Kakaos und Schokolade fiel der Entschluss zur Selbstherstellung dieser Waren1890 bis 1895
Die „Weiße Villa“, die heute noch an der Koburger Straße 45 liegt, weist einige Besonderheiten auf. Aufgrund der Trennung zwischen privat und dienstlich ließ der Bauherr zwei Treppenhäuser einbauen.
1896 b
is 1924
Um- und Anbauten, z. B. Fabrikerweiterungsbau, Errichtung eines Zwischenbaus im Fabrikgrundstück, Maschinenhausvergrößerung, Anbau- bzw. Aufbau der Kakao-Rösterei, neuer Dampfkessel, Erweiterung der Kontorräume.
1923 bis 1924 ![]()
Bau des Anschlussgleises Leipzig-Plagwitz – Gautzsch
1927
Errichtung eines weiteren Produktionsgebäudes (heute Riquetstraße 8)
1939 bis 1940
Neubau Gefolgshaus bzw. Kameradschaftshaus – Aufenthaltsräume für die Arbeiter
1945 bis 1955![]()
Die Firma Riquet produziert in einem Teil der Produktionsgebäude weiter (Bonbons, Pralinen, Fondant und Geleefrüchte). Daneben etablieren sich kleine Druckereien, das CENTRUM-Versandhaus, der VEB WAMA, die Haarwasserfabrik „Exlepäng“ und der VEB Goldring Markkleeberg.
30. Juni 1946
Volksentscheid in Sachsen – Die Fa. Riquet und Co. AG wird unter Verwaltung der SMAD gestellt.
01. Oktober 1947
Volksentscheid – Die Firma wird an den „Verband Sächsischer Konsumgenossenschaften“ übergeben. Sie firmiert unter „Konsum-Süßwarenfabrik Markkleeberg b. Leipzig“, Stöhrstraße 24. Mit Beschluss vom 17. Mai 1954 wird sie rechtlich selbständig und ist dem Bezirksverband Leipzig zugeordnet.
1952 bis 1953 Umbau der 10 kV Hochspannungsanlage – Trafohaus-Anbau
ab 1956 ![]()
Die Konsum-Süßwarenfabriken Markkleeberg beginnen mit einem neuen Programm an Bonbons und Komprimaten in einem Teil der Gebäude sowie in den Betriebsteilen Spinnereistraße und Altenburg.
schrittweise Verlagerung der artfremden Betriebe vom Gelände und Konzentration der Bonbonproduktion: Herstellung von Hartkaramellen, Eukalyptusbonbons und Frucht-Drops sowie Übernahme der Produktion von „Pfeffi“ (Entwicklung im VEB Fahlberg-List in Magdeburg)
„Pfeffi“ war ein Renner. Die 10 Pfennig teure Stange mit 12 Stück verkaufte sich bis zur Wende rund 50 Millionen Mal.
01. Oktober 1978
Das Konsum-Süß- und Dauerbackwarenkombinat mit Sitz in Markkleeberg wird durch Beschluss des VdK gebildet. Es besteht aus juristisch selbständigen Betrieben, dazu gehört an erster Stelle der Konsum-Bonbonspezialbetrieb „Konsü“ Markkleeberg.
Eigentümer der Markkleeberger Grundstücke wird der Verband der Konsumgenossenschaften der DDR.
1985
Im Bonbonspezialbetrieb wird eine neue Abt. Füllungen für Englische Drops gebildet. Neu errichtet wird eine Rationalisierungswerkstatt, in Zusammenarbeit mit mehreren Betrieben wird ein neues Heizhaus errichtet, und aus der ehemaligen Produktionsstätte der Firmen Exlepäng und Algi wird ein Klubhaus für Beschäftigte des Betriebes und gesellschaftliche Organisationen der Stadt geschaffen.
bis 1989
ständige Produktion für die DDR und den Export in ca. 25 Länder, mehrfache Auszeichnungen auf den Leipziger Messen, 1987 z.B. für die Diabetiker-Komprimate in den Geschmacks-richtungen Pfefferminz und Frucht. Die Abteilung „Erzeugnis Neu- und Weiterentwicklung“ forschte noch bis kurz vor der Wende nach Bonbonsorten mit exotischen Geschmacksrichtungen.
01. Februar 1992![]()
Der Betrieb wird stillgelegt. Es folgen Abwicklung und Verkauf der beweglichen Vermögenswerte.
seit 2003
Grundhafte Sanierung des Gebäudes Riquetstraße 8. Außer der Instandsetzung und Sanierung der Fassade, des Daches und der Haustechnik wurden ein Aufzug und eine zweite Fluchttreppe als Außentreppe angebaut.